Gemeinschaftsräumlichkeiten – Nutzungsaufstellung

Teil des Bauprojektes „Vinxel neue Mitte“ soll ja auch die Schaffung von Raum für die Dorfgemeinschaft sein. Für einen ersten Überblick gibt es nachfolgend eine Aufstellung von Aktivitäten, die hier stattfinden sollen und können. Dieser Bedarf hat sich aus entsprechenden Anfragen beim Bürgerverein Vinxel, Hinweisen von Vinxeler BürgerInnen und vergleichbaren Daten anderer Bürgervereine ergeben.

Die Liste ist schon einige Wochen alt. Damals war als Betreiber eine Genossenschaft o.ä. der Vinxeler Bürger im Gespräch. Daher auch die Angaben von 3-mal pro Woche bei Café oder Mittagstisch. Eine neue Aufstellung ist in Vorbereitung, hier sollen dann auch Daten aus dem Betriebskonzept für das Restaurant berücksichtigt werden.

Bauvorhaben „Vinxel neue Mitte“ – Bedeutung, Bewertung, Anforderungen

Das Bauvorhaben „Vinxel neue Mitte“ wird seit den ersten Planungen im Jahr 2016 intensiv von Bürgerinitiative (BI) und Bürgerverein Vinxel (BV) begleitet. Man sieht endlich die Chance, eine wichtige Planungsvorgabe aus den 70er Jahren Realität werden zu lassen. Damals war im Bereich des Alten Hobshofes eine „Stätte der Begegnung“ vorgesehen. Verschiedene Anläufe in den vergangenen Jahrzehnten waren nicht erfolgreich. Aber der Bedarf nach einem Bereich, in und auf dem Dorfgemeinschaft gelebt werden kann, ist stetig gewachsen. Auch Parteien haben sich in ihren Programmen zur letzten Kommunalwahl unmissverständlich für die Stärkung von Dorfgemeinschaften ausgesprochen.

In den von Anfang an leidenschaftlichen Diskussionen über diverse Planungsentwürfe wurde auch sehr schnell deutlich, dass es hier um mehr geht als einfach eine Wohnbebauung und vielleicht einen Versammlungsraum. Vielmehr möchten die Vinxeler, dass hier eine attraktive Ortsmitte entsteht, die den Bedürfnissen einer lebendigen, aber auch alternden Dorfgemeinschaft Rechnung trägt.

Ein Bauvorhaben dieser Bedeutung verdient auch eine herausgehobene städtebauliche Lösung. Mit der hier an zentraler Stelle zu schaffenden Architektur werden die Vinxeler die nächsten 50 bis 100 Jahre leben müssen. Um die Kapelle „Mariae Heimsuchung“ herum, einem für Vinxel wichtigen spirituellen Ort, soll demgemäß ein gern frequentierter Platz mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Dazu gehören Räumlichkeiten für Treffen der Vinxeler, für Gastronomie und für kleines Gewerbe sowie für medizinische Versorgung oder kleinen Handel. Drumherum gruppiert sich Wohnbebauung, teilweise mit gefördertem Wohnraum, aber auch mit hochwertiger Ausstattung für Vinxeler Bürger, die aus Altersgründen ihre zu groß gewordenen Eigentumshäuser gegen eine Miet- oder Eigentumswohnung tauschen wollen. Alle diese Komponenten stehen bis zu einem gewissen Grad auch miteinander in Beziehung.

Die Diskussionen der letzten sechs Jahre haben deutliche Schwerpunkte ergeben, die in der Planung ihren Niederschlag finden sollten. Diese sind:

  1. Dorfplatz: Dieser Platz in der direkten Umgebung der Kapelle soll mit seiner Aufenthaltsqualität für Feste und Treffen im Freien geeignet sein. Damit wird er den Vünftzailplatz ersetzen, der inzwischen eher als Notlösung gesehen und als Parkplatz genutzt wird. Zu diesem Dorfplatz gehört ein kleiner Kinderspielplatz in Sichtweite des Restaurants (siehe dazu 2.). Auch eine Boule-Anlage o.ä. für Erwachsene würde die Attraktivität des Platzes noch weiter steigern.
  2. Gastronomie: Von Anfang an war die Debatte um die Bebauung des Hobshof-Areals mit der Forderung nach einem gastronomischen Angebot verbunden, das am Dorfplatz anzusiedeln ist und diesen auch als Außenbereich nutzen kann. Als Kunden kommen infrage: Gäste, die hier einfach essen und trinken wollen, dann Versorgung der Gemeinschaftsräumlichkeiten bei Feiern und anderen Zusammenkünften (siehe dazu 3.), schließlich Angebot insbesondere für die ältere Generation, die in der umgebenden Wohnbebauung lebt und nicht immer für sich selbst kochen möchte (siehe dazu 5.).
    BI/BV haben dazu eine Liste der Nutzungsbedürfnisse und -möglichkeiten zusammengestellt. (siehe dazu auch separates Nutzungskonzept)
    Der erste Entwurf eines interessierten Betreibers für ein Betriebskonzeptes liegt vor.
  3. Dorfgemeinschaftsraum: In räumlicher Verbindung zur Gastronomie sind Räumlichkeiten vorzusehen, die für Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft, von Vereinen oder auch privat für Feiern, Übungszwecke o.ä. genutzt und die von der Gastronomie mitversorgt werden können. (siehe dazu separates Nutzungskonzept)
  4. Sonstige Gewerbe: Hier sind zum einen medizin-therapeutische Einrichtungen vorstellbar wie Tagespflege, Fußpflege oder Massage, aber in Verbindung mit der Gastronomie auch ein Spezialitäten-Feinkost-Handel. Sehr erfolgreiche Beispiele dafür sind aus Oberpleis und Hangelar bekannt. Der interessierte Gastronom würde auch so etwas gerne mit abdecken, er hat z.B. beste Beziehungen nach Italien über seine dortige Verwandtschaft.
  5. Wohnen: Obwohl in früheren Planungen nicht vorgesehen, haben sich BI / BV dafür ausgesprochen, auch in Vinxel sozialgeförderten Wohnraum anzubieten. Insgesamt wird es im Neubaugebiet wie auch im übrigen Vinxel eher einen relativ hohen Anteil finanziell besser gestellter Bürger geben. Insgesamt ist eine Wohnsituation anzustreben, in der sich Jung und Alt gemeinsam wohl fühlen.
    Das Neubaugebiet soll damit auch zur Lösung eines bekannten Problems beitragen: Eine Familie mit Kleinkindern zieht in jungen Jahren in ein Einfamilienhaus. Wenn dann die Kinder aus dem Haus sind, der Partner verstorben ist, bleibt der / die letzte Überlebende immer noch in dieser hochwertigen Wohnsituation, die für eine ganze Familie gedacht ist. Denn der Auszug aus dem eigenen Haus wird gar nicht erwogen, bedeutet er doch üblicherweise den Wegzug von einem Ort, an dem man oft Jahrzehnte gelebt hat, in eine gänzlich andere Umgebung und mit fremden Menschen, schlimmstenfalls in ein Seniorenheim auf der anderen Rheinseite. Es fehlt also an hochwertigen und altersgerechten Wohnungen im eigenen Ort, in die man gerne umziehen möchte. Dies wird auch durch zahlreiche Studien und Prognosen belegt.
  6. Arbeiten: Die Covid19-Pandemie hat es schon gezeigt und die anstehende Verkehrswende und die erforderliche Klimaanpassung legen es nahe, dass zumindest Bürotätigkeiten zu einem hohen Anteil von zuhause aus erledigt werden sollten, statt zeit- und energieaufwendig zur weiter entfernten Arbeitsstätte zu fahren. Man hat aber auch gesehen, dass das Arbeiten zuhause Probleme mit sich bringen kann, sei es die Einsamkeit der eigenen vier Wände oder die Störung durch eine mehrköpfige lärmende Familie. Deshalb sollten hier, wie andernorts bereits geschehen, Räumlichkeiten für Co-Working vorgesehen werden.
  7. Ökologische Wertigkeit: Hier sind alle Vorgaben zu berücksichtigen, die zur Bewältigung der unausweichlichen Klimaanpassung und Verkehrswende erforderlich sind. Energetische Lösungen wie Photovoltaik, Wärmepumpe, Wärme-Kraft-Kopplung sind einzuplanen, so weit möglich auch als zentrale Anlage. Es sei daran erinnert, dass Königswinter entsprechend einem Beschluss des Stadtrates bis zum Jahr 2035, also in 13 Jahre, klimaneutral werden will. Dies muss auch und gerade bei Bauprojekten ihren Niederschlag finden.
    Auch eine Begrünung ist in diesem Zusammenhang zu sehen. Die positiven Auswirkungen von Fassadengrün, Dachbegrünung und insbesondere großen Bäumen auf das (Mikro-)Klima sind bekannt.
  8. Gebäudehöhe und Dachform:  Diese sollen den Charakter einer eher dörflichen Ansiedlung aufgreifen und fortführen. Als absolut negatives Beispiel, geradezu als Bausünde, wird immer das „Aussiedlerheim“ an der Holtorfer Straße angesehen. Allgemein wird eine Höhe von bis zu 2 ½ Geschossen mit Satteldach als Obergrenze angesehen, am Kapellenweg 1 ½ bis maximal 2 Geschosse. Eine endgültige Festlegung kann erst nach Auswertung des Massenmodells (siehe unten) erfolgen.
  9. Verkehr: Der fließende Verkehr kann hier nicht betrachtet werden. Er ist abhängig von der Verkehrswende, die durch Bund, Land und Kommune gesteuert wird. Für den ruhenden Verkehr sollte an der Oberfläche so wenig Platz wie möglich eingeplant werden. Bei Geschosswohnungsbau ist er in ein Untergeschoss zu verlegen. Es sollte jedoch überlegt werden, ob man in diesem Quartier nicht mit weniger Stellplätzen am / unter dem Haus als sonst üblich auskommt und stattdessen eine zentrale Parkfläche am Rande vorgehalten wird. Diese könnte auch von Restaurantbesuchern als Parkplatz genutzt werden. Wenn die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs als Teil der Verkehrswende umgesetzt ist, könnte diese Fläche auch teilweise wieder freigegeben werden.
  10. Kindertagesstätte: Zu deren Bedarf und Platzierung hat sich noch keine einheitliche Auffassung herauskristallisiert. Die Meinungsbildung ist noch nicht abgeschlossen.
  11. Vergangenheit retten: In den früheren Diskussionen wurde immer wieder der Erhalt des Alten Hobshofes gefordert. Doch die alte Bausubstanz ist offenkundig nicht mehr dafür geeignet. Es wäre jedoch zu wünschen, dass die Eingangssituation von der Holtorfer Straße her sich am bisherigen Bild orientiert und weiterhin der Blick auf die Kapelle erhalten bleibt. In diesem Zusammenhang wurde auch schon früher angeregt, zumindest eine Wand oder gar einen Bereich mit Ziegeln des Alten Hobshofes zu verkleiden.

Die aufgeführten Punkte unterstreichen noch einmal, welche Bedeutung das Bauvorhaben „Vinxel neue Mitte“ für die Zukunft unseres Dorfes hat. Entscheidungen, aber auch Vorentscheidungen dürfen und können daher nicht nur auf der Basis eines Lageplans im Maßstab 1:1000 getroffen werden. Eine seriöse Diskussion kann erst beginnen, wenn aussagekräftige Grund- und Aufrisse und weitere Informationen wie z.B. über die Anzahl der Wohneinheiten vorliegen. Zwingend erforderlich ist ein Massenmodell (Maßstab 1:500), das möglichst auch die Darstellung von Varianten erlaubt. Bis diese Vorgaben erfüllt sind, sollte der Ausschuss f. Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz (ASUK) die Pläne des Investors nur zur Kenntnis nehmen.

Die Frist für die frühzeitige Bürgerbeteiligung sollte so gesetzt werden, dass durch die Stadt Königswinter in Verbindung mit Bürgerverein und Bürgerinitiative Vinxel eine Informationsveranstaltung mit den kompletten Planungsunterlagen durchgeführt und ausgewertet werden kann. (Ferienzeiten und gegebenenfalls durch die Corona-Lage bedingte Zeiten mit beschränkten Kontaktmöglichkeiten sind dabei zu berücksichtigen.)

„Vinxel neue Mitte“ – es geht weiter

Nun sind wir inzwischen im Mai 2022 angekommen. Seit unseren letzten öffentlichen Aktivitäten sind bald zwei Jahre vergangen. Zwei ruhige Jahre, die wir insbesondere dem Coronavirus Covid-19 zu „verdanken“ haben. Aber auch die politische Neuausrichtung nach der Kommunalwahl vom September 2020 hat sicher einen Anteil daran.

Wir von der Bürgerinitiative (BI) haben in dieser Zeit zusammen mit Vorständlern des Bürgervereins (BV) Vinxel hin und wieder über verschiedene Aspekte der „Hobshof-Bebauung“ gesprochen. Aber da der Investor nach der Abfuhr durch die Politik bei der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses (PUA) am 4. März 2020 keine überarbeiteten Entwürfe mehr vorgelegt hat, gab es auch für uns wenig Ansatzpunkte.

Inzwischen kehrt ja wieder ein wenig Normalität in unseren Alltag zurück. Besonders erfreulich, dass unser Dorfleben durch die Neuauflage von Bier-am-Schirm wieder einen regelmäßigen Treffpunkt bekommt. Siehe dazu https://unservinxel.de/termine-bier-am-schirm-2022

Aber auch die Planungen für das Hobshof-Areal gehen weiter. Zunächst hieß es, dass neue Pläne des Investors SHP Vinxel am 18. Mai 2022 im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz (ASUK) vorgestellt würden. Wegen fehlender Unterlagen muss dieser Termin jedoch verschoben werden, voraussichtlich auf die Ausschusssitzung am 8. Juni 2022. Es gibt jedenfalls Anlass genug, um in den nächsten Beiträgen dieser Webseite auf Aspekte einzugehen, die BI/BV als besonders wichtig erachten.

Da ist einmal ein Eckpunkte-Papier. Hier wird u.a. herausgearbeitet, welche Bedeutung das Bauvorhaben für Vinxel und die Vinxeler hat. Vornehmlich eine Reihe von Rats-Neulingen, die sonst nicht mit Vinxel befasst sind, konnten bislang keine rechte Vorstellung davon entwickeln.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Schaffung von Räumlichkeiten, die der Dorfgemeinschaft zur Verfügung stehen sollen, sei es für Feiern, Vereinsaktivitäten, Kultur- und Sport-Angebote u.ä. Einzelheiten sind der Auflistung des dringenden oder möglichen Nutzungsbedarfs zu entnehmen.

Dies wird dann auch in Verbindung mit einem gastronomischen Angebot gesehen. Auch bei diesem Thema sind wir weitergekommen, es gibt vielversprechende Kontakte mit stark interessierten Bewerbern, ein erstes Betriebskonzept liegt vor.

Ein weiterer Detailaspekt ist dabei die Frage, ob Vinxel eine zusätzliche Kita braucht. Wenn man nur die nüchternen Zahlen der derzeitigen Auslastung des Kindergartens Löwenzahn nimmt und die Neubauplanungen der nächsten fünf bis zehn Jahre hinzunimmt, ist jedenfalls kein weiterer Bedarf zu erkennen.

Dies hängt vor allem damit zusammen, dass der ASUK wohl in seiner Sitzung vom 27. April 2022 empfohlen hat, der Stadtrat möge den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 50/19 „Neue Wohngebiete westlich und östlich der der Holtorfer Straße“ aufheben (siehe dazu auch http://www.bi-vinxel.de/doerfliche-entwicklung-oder-doerfliche-explosion/).

7. August 2020: Bürgermeisterkandidat stellt sich in Vinxel vor

Den Umständen geschuldet hat man in den letzten Wochen noch nicht so viel von den für den 13. September 2020 angesetzten Wahlen gemerkt. So ist vielleicht auch nicht für alle klar, dass es um zwei Wahlen geht: die Kommunalwahl und die Wahl des Bürgermeisters.

Doch nun hängen die Plakate in ganz Königswinter, die Parteien werben mit mehr oder weniger bekannten Aussagen um die Gunst des Bürgers. Etwas undeutlicher ist vielleicht die Information über die Bürgermeisterkandidaten. Zwei stehen zur Wahl: Peter Wirtz, seit 1999 Bürgermeister unserer Stadt, und Lutz Wagner, gemeinsamer Kandidiat der KöWIs, der SPD und von Bündnis 90/DIE GRÜNEN.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Vinxeler sich sehr intensiv engagieren können, wenn es um die Zukunft ihres Dorfes geht. Gute Kontakte zu Verwaltung und Politik und deren Unterstützung sind dabei unerlässlich. Deshalb ist es sehr zu begrüßen, wenn sich die Kandidaten persönlich in Vinxel vorstellen und ihre Ideen für die nächsten fünf Jahre Amtszeit darlegen.

Auf seiner Tour de Königswinter mit dem Fahrrad wird

Lutz Wagner
am Freitag, den 07.08.20 um 18:00 Uhr
auf dem Vünftzailplatz in Vinxel

Station machen. Er steht dann den Bürgern und Bürgerinnen für einen regen Austausch zur Verfügung: über die örtlichen Belange im Kirchspiel Stieldorf, seine Position zu den angedachten Baumaßnahmen, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die Schaffung von Begegnungsstätten im Bergbereich von Königswinter oder was Ihnen sonst am Herzen liegt. Sie alle sind herzlich eingeladen, kommen Sie und diskutieren mit Lutz Wagner.

Weitere Informationen über die Bürgermeisterkandidaten auch auf deren Webseiten https://www.peterwirtz.de/ und http://lutzwagner2020.de/#start.

BI in Coronazeiten

Von der Bürgerinitiative Vinxel haben Sie in den letzten Monaten nichts gehört oder nur gelegentlich bei einem Gespräch auf der Straße. Die allgemeinen Umstände haben die Planungen zum Hobshofareal – so zumindest der Eindruck nach außen – ausgebremst, und auch wir konnten uns dieser Situation nicht entziehen. Nach der Abfuhr seiner Planungen auf der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses (PUA) am 4. März 2020 sollte der Investor zum PUA im Mai einen Plan vorstellen, der die vielen Anmerkungen aus der Politik aufgreift. Doch diese Sitzung fand Corona-bedingt nicht statt. Eine weitere PUA-Veranstaltung hatte Vinxel nicht auf der Tagesordnung, da der Investor keine neuen Pläne vorzulegen hatte. Mit überarbeiteten Vorschlägen wird die BI Vinxel aber in nächster Zeit wieder die Fäden zu Politk und Investor aufnehmen.

Stellungnahme der BI zu aktuellem B-Plan für Vinxels „neue Mitte“

Zunächst ein wichtiger Hinweis: Die Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses (PUA) am Mittwoch, den 4. März 2020 um 17 Uhr wird nicht wie üblich im Rathaus Oberpleis abgehalten, sondern im

Foyer der Grundschule „Sonnenhügel“
Humboldtstraße 3 – 53639 Königswinter-Oberpleis

Hier hat man mehr Platz für die zahlreichen Bürger*innen, die erwartet werden und wegen des Corona-Virus keiner unnötigen Gefahr ausgesetzt werden sollen.

Nun zum Planungsentwurf, der in der PUA-Sitzung am 4. März behandelt und in das weitere Verfahren gegeben werden soll. Auch wenn Einiges aus dem Bürgerworkshop vom November 2019 seinen Niederschlag gefunden hat, so hat sich doch wegen zahlreicher städtplanerischer Fehler bei der BI schnell Ernüchterung eingestellt. Die geforderte städtbauliche Qualität für die Ortsmitte eines auf über 2.000 Einwohner wachsenden Dorfes ist durch einen Platz von 200 qm um die Kapelle als Treffpunkt für Jung und Alt oder durch 150 qm große Grundstücke nicht gegeben.

Lesen Sie dazu die Pressemitteilung der BI Vinxel.

Überhaupt hätte der jetzt vorliegende Entwurf besser schon beim Bürgerworkshop im November 2019 zur Diskussion gestanden, statt sich damals noch einmal über Plan auszulassen, der im Vorfeld bereits von fast allen abgelehnten worden war. Dann könnte jetzt dem PUA etwas vorgelegt werden, bei dem die eklatanten Mängel des aktuellen Entwurfs bereits beseitigt wären. Wertvolle Zeit ist wieder einmal vertan worden. Zu wessen Nutzen eigentlich?

Wessen Wunschzettel ist das?

In seiner Freitagausgabe vom 28. Februar 2020 berichtet der Bonner General-Anzeiger über die Pläne, die der Investor SHP dem Planungs- und Umweltausschuss (PUA) am 4. März vorlegen wird. Es geht dabei um Beratung und Fortführung des Bebaungsplanes 50/18, also der Flächen am Hobshof, am Kapellenweg und an der Holtorfer Straße, nach dem Bürgerworkshop im November 2019. Tatsächlich sind im neuen Entwurf einige Wünsche wiederzufinden, die damals von Bürgern auf bunte Kärtchen geschrieben worden waren. Aber die Idee, die hinter der ganzen Aktivität der Vinxeler in den letzten Jahren steht, nämlich eine „neue Mitte“ für unser Dorf zu schaffen, ist im neuen Bebauungsplanentwurf weitgehend verlorengegangen. Städtebauliche Qualitäten, die die „Gemeinbedarfsfläche“ des immer noch gültigen B-Planes im erweiterten Sinne umsetzen, sind kaum zu finden.

Eine Stellungnahme der BI Vinxel wird folgen.

 

PUA am 4. März 2020: neuer Entwurf für Hobshof-Areal und Umgebung

Am Mittwoch, dem 4. März 2020 tritt wieder der Planungs- und Umweltausschuss (PUA) der Stadt Königswinter zusammen. Auf seiner Tagesordnung finden sich unter TOP 4.2 und TOP 4.3 auch zwei Punkte, die die weitere Entwicklung von Vinxels Dorfmitte betreffen.

TOP 4.2 soll im Flächennutzungsplan (FNP) die Voraussetzungen dafür schaffen, dass der unter TOP 4.3 behandelte überarbeitete Bebauungsplan umgesetzt werden kann.

Quelle: Anlage 4 der Sitzungsvorlage 57/2020

Anlage 2 dieses Punktes dokumentiert noch einmal den Bürgerworkshop vom 6. November 2019, darunter auch Fotos der Stellwände mit allen Anregungen. In Anlage 3 werden diese Anregung tabellarisch mit Kommentar aufgelistet.

Anlage 6 und Anlage 7 stellen den überarbeiteten Entwurf als Plan und mit textlichen Erläuterungen dar.

Wir werden zum neuen Entwurf bis zum PUA-Termin eine erste Einschätzung geben.

Schauen Sie aber auch selbst, was aus Ihren Anregungen und Wünschen geworden ist. Denn gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung) können wir demnächst zum Bebauungsplan wieder Stellung nehmen.

Und merken Sie sich unbedingt vor:
Sitzung des PUA
Mittwoch, 4. März 2020, 17 Uhr
Sitzungssaal des Rathauses Oberpleis, 53639 Königswinter

Das fängt ja gut an !

Bier-am-Schirm kennen inzwischen die meisten Vinxeler. Seit nunmehr zwei Jahren bietet sich alle 14 Tage eine wunderbare Gelegenheit, mit Nachbarn, Freunden, aber auch noch unbekannten Vinxelern entspannt ins Gespräch zu kommen. Auch die Variante Glühwein-am-Schirm im Dezember ist nun schon zur Tradition geworden.

Ins neue Jahr wollen wir nun mit Bier-am-Schirm-SPEZIAL starten, im Karnevalszelt am Vünftzailplatz. Lassen Sie uns dort auf ein glückliches und für Vinxel hoffentlich erfolgreiches Jahr 2020 anstoßen, mit Bier, Wein und Wasser. Alles ist erlaubt. Und wie immer, die Nachbarn bringen Sie auch gleich mit.

Bürgerworkshop gut gelaufen – und nun das dicke Ende ?

Der Bürgerworkshop zum Bebauungsplan 50/18 ist nach Meinung aller beteiligten Parteien in guter, einvernehmlicher Atmosphäre gelaufen. Siehe dazu auch diese Webseite unserer Bürgerinitiative. Damit wird Vinxel auf 4,1 ha Platz für ca. 125 Wohnungen schaffen und somit für 300 bis 500 Bürger eine neue Heimat werden. Eine Erweiterung in diesem Umfang halten die meisten Vinxeler noch für vertretbar, wenn dies auch der dörflichen Gemeinschaft zum Vorteil gereicht und die Baukörper in einen hochwertigen architektonischen Rahmen eingepasst werden. Ein Mehr an Bauvorhaben wäre aber nicht zum Wohle unseres Dorfes, so die fast einhellige Meinung der Vinxeler.

Aber vielleicht wird schon gerade ein neues Fass aufgemacht, sagen wir besser ein altes Fass, der Inhalt ist bekannt und stößt übel auf. Weiterlesen