Das Wichtigste gleich zuerst: Beteiligen Sie sich an der Bürgerwerkstatt. Sonst planen Politik und Verwaltung ohne uns, im schlimmsten Fall auch gegen uns.

Am Donnerstag, 30. November 2017,
18 bis ca. 20 Uhr in der Aula der Gesamtschule Oberpleis,
Dollendorfer Straße 64

Bürgerbeteiligung und ISEK

Die Bürgerwerkstatt oder Bürgerbeteiligung ist Teil des ISEK-Prozesses, mit dem die städtbauliche Entwicklung von Königswinter für die nächsten 15 bis 20 Jahre geplant und Leitlinien erarbeitet werden sollen. Dies geschieht in vier Schritten, die Bürger sollen dabei von Anfang an mit einbezogen werden. Weitere Informationen zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept ISEK finden Sie z.B. in der Sitzungsvorlage 282/2017 des Planungs- und Umweltausschusses vom 8. November 2017 oder auf dieser Seite der Stadt Königswinter.

Das gehört auch zu ISEK.

Folgende Pläne, Studien und Konzepte fließen in das ISEK ein und sind gemeinsam zu betrachten:

So läuft der erste Schritt der Bürgerbeteiligung ab.

Für das Kirchspiel Stieldorf, also die Ortsteile Vinxel, Stieldorf, Oelinghoven und Rauschendorf, sowie für Heisterbacherrott und Thomasberg ist die erste Bürgerbeteiligung zur Zukunft unserer Berg-Region für Donnerstag, 30. November 2017, 18 bis ca. 20 Uhr in der Aula der Gesamtschule Oberpleis, Dollendorfer Straße 64 angesetzt.

Dort können Sie direkt Ihre Erwartungen, Vorstellungen, Wünsche, aber auch Ängste und Sorgen vorbringen. Auf farbigen Karten können Sie kurz und knapp notieren, was Ihnen wichtig ist: Grün für das, was Ihnen gefällt, Gelb für das, was Sie ärgert oder stört, und Blau für das, was Sie für die Zukunft wünschen.

Drei Themenfelder werden betrachtet:
  1. Wohnen / Siedlungsentwicklung, soziale Infrastruktur / gesellschaftliches Leben, Ortsbild
  2. Wirtschaft / Gewerbe, Einzelhandel, Technische Infrastruktur, Verkehr
  3. Natur und Landschaft, Freiraumqualität, Tourismus

Was kann oder soll ich da sagen oder schreiben?

Hier einige Hinweise, mit welchen Fragen und Ideen Sie sich zum Beispiel an der Bürgerwerkstatt beteiligen können:

  • Warum soll Königswinter bis auf 46.000 Einwohner wachsen, obwohl die BRD schrumpft?
  • Was haben die Bürger von einem Zuwachs auf 46.000?
  • Wieso neue Gewerbegebiete bei kaum wachsender oder sogar schrumpfender Bevölkerung?
  • Nutzung des Leerstandes von ca. 750 Altwohnungen
  • Nachverdichtung vor Flächenverbrauch
  • Die BRD will weniger bis gar keine Fläche mehr verbrauchen. Warum nicht auch Königswinter?
  • Gibt es ein Baulückenverzeichnis?
  • Erhalt des „dörflichen Charakters“ von Vinxel
  • Wachstum von Vinxel mit Augenmaß
  • Ist die Errichtung von zwei „Unter-Ortsteilen“ als identitätsstiftend für Vinxel anzusehen?
  • Ich lebe gern in Vinxel wegen des hohen Freizeitwertes.
  • Ich lebe gern in Vinxel, weil ich der Natur so nahe bin.
  • Vinxel fehlt es nicht so sehr an Neubürgern, als vielmehr an einem attraktiven Ortskern.
  • Wieviele Einwohner soll Vinxel maximal haben?
  • Warum wird die Bergregion zwischen Königswinter und Bonn nicht komplett zugebaut? Für viele junge Familien aus der Eifel, dem Sauerland und dem Westerwald wäre das sicher ein tolles Ziel.
  • Wie kann ich verhindern, dass maximal dicht gebaut wird?
  • Wie wird der Zuzug auf die Ortsteile von Königswinter verteilt?
  • Wie und wo wird der Bedarf an sozialem Wohnungbau gedeckt?
  • Sind die Planungen mit der Stadt Bonn abgestimmt?
  • Wann gibt es eine Bürgerwerkstatt für die Bergregion gemeinsam für Königswinter und Bonn?
  • Welche Aufgabe möchte Königswinter für Bonn übernehmen?
  • Wie sind Flora, Fauna, Gewässer  etc. durch Neubaugebiete zu schützen?
  • Der Naturpark Siebengebirge ist zur Naherholung da, nicht für Flächenverbrauch durch Baugebiete.
  • Wir leben auf dem Lande, und so soll es bleiben.
  • Etwas Schönes gewinnt nicht durch Verbrauch sondern durch Schutz.
  • Auch Landwirtschaft gehört hierher. Die Äcker dürfen nicht für Bau- und Ausgleichsflächen geopfert werden.

 

Auch der Bürgerverein Vinxel hat einen Aufruf an seine Mitglieder geschickt.

 

Und lesen Sie schließlich Bericht und Kommentar des General-Anzeigeres in der Ausgabe Königswinter vom 24. November zur ersten Bürgerwerkstatt für die Ortsteile Altstadt und Dollendorf am 22. November 2017 im CJD.

Der Titel in der gedruckten Ausgabe thematisiert bereits ein wesentliches Manko der Veranstaltung: Bürgerbeteiligung ohne Bürger

Auf ein weiteres Defizit geht dann der Kommentar ein: Kommentar: Besser informieren